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Berührende Begegnungen der besonderen Art

Begegnungen, die bleiben – generationsübergreifender Austausch

    15.04.2026

Begegnung, die bleibt – Unser Besuch im Haus Weinbergblick

Im Januar durften die Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule für Sozialassistenz im Rahmen eines besonderen Projekts eine Senioreneinrichtung in Groß-Umstadt besuchen. Dieser Tag wurde für alle Beteiligten zu einer eindrucksvollen und nachhaltigen Erfahrung.

Zum Einstieg gestalteten die Schülerinnen und Schüler ein abwechslungsreiches Programm: Neben einer vorgelesenen Geschichte präsentierten sie ein Kamishibai (Erzähltheater) und brachten mit dem „Sprüchesäckle“ Erinnerungen und Gespräche in Gang. Schnell entstand eine offene, herzliche Atmosphäre, in der sich ein lebendiger Austausch zwischen Jung und Alt entwickelte. Es wurde erzählt, gelacht, zugehört und nachgefragt – ein echtes Miteinander.

Besonders wertvoll war die Zeit, die sich alle Beteiligten füreinander nahmen. Die Begegnungen haben deutlich gezeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit, echtes Zuhören und persönliche Zuwendung im sozialen Miteinander sind.

Austausch über den Besuch hinaus

Nach dem Besuch setzten die Schülerinnen und Schüler den Kontakt auf besondere Weise fort: Mit einer „Osterpost“, in der sie ihre Eindrücke festhielten und an gemeinsame Gespräche anknüpften.

Die Rückmeldungen aus dem Haus Weinbergblick waren sehr berührend: Die Bewohnerinnen und Bewohner freuten sich außerordentlich über die Briefe und erlebten sie als große Wertschätzung. In Gesprächen zeigte sich, wie viel ihnen diese Aufmerksamkeit bedeutete.

Besonders beeindruckt waren die Seniorinnen und Senioren von der aufrichtigen Neugier der Jugendlichen. Sie berichteten, wie aufmerksam zugehört wurde und wie intensiv sich die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lebensgeschichten auseinandergesetzt haben.

In den Briefen spiegelte sich genau das wider: Erinnerungen an prägende Lebensereignisse – darunter auch schwere Zeiten wie Krieg, Verlust und Entbehrung – wurden sensibel aufgegriffen und mit der heutigen Lebenswelt in Verbindung gebracht. Gleichzeitig zeigten die Jugendlichen großes Interesse an früheren Alltagskulturen, Traditionen und Lebensweisen. Auch eigene Gedanken und Erfahrungen fanden ihren Platz im Austausch.

Wertvolle Begegnungen

Für viele Bewohnerinnen und Bewohner war es besonders bedeutend zu spüren, dass ihre Geschichten gehört und geschätzt werden. Gerade im Alter wird das soziale Umfeld oft kleiner – umso wertvoller sind solche Begegnungen.

Einige der Menschen, die wir kennenlernen durften, sind inzwischen verstorben. Das macht die gemeinsamen Gespräche und Erinnerungen für uns umso kostbarer.

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses Weinbergblick ließen uns ihren herzlichen Dank ausrichten. Sie beschrieben den Austausch als respektvoll, bewegend und bereichernd.

Unser Fazit

Wir sind dankbar für diese besondere Erfahrung und die offenen Türen im Haus Weinbergblick. Solche Begegnungen zeigen eindrucksvoll, wie bereichernd ein generationsübergreifender Dialog sein kann – für beide Seiten.

Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft ähnliche Projekte umzusetzen und diesen wichtigen Austausch weiterzuführen.